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    21/01/92


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UNBESHWERT,GEFÜHLSBETONT UND DYNAMISCH

Guy Roel und Philippe Hammel in Auggen

AUGGEN(ab). Das sind keine Feierabendmusiker, sondern "Profis", kündigte Thomas Franke zuständig für die dortigen Musikveranstaltungen und das Aufspüren neuer unbekannter Bands, hatte den Grundstein für das Konzert mit den überregional bekannten Bluesgitarristen Guy Roel gelegt. Seit mittlerweile 32 Jahren spielt Guy Roel nun die Gitarre. Neben zahlreichen Aufftritten in der Region, beispiesweise im "Blue Monday" in Freiburg, wo er vor ausverkauftem Hause spielte, ist er auf seinen Reisen in Metropolen wie Paris und Stockholm aufgetreten.

Er und Munharmonikaspieler Philippe Hammel, der bereits mit Musikergrössen wie Willy de Ville, Brian Lee und Othella Dallas aufgetreten ist, belegten dann auch eindrucksvoll ihr Gefühl für Rhytm&Blues und Bluesrock.

Stücke von Fats Domino, John Lee Hooker oder Jimmy Reed fanden ebenso Anklang, wie die vielen Eigenkompositionen und frei improvisierten Songs. Hervorzuheben ist der "Pacific Blues", dem die Stimme Philippe Hammels Mövengesänge und Meeresrauschen unterlegte. A propos Südseeklänge: Guy Roel traf in seiner Stockholmer Zeit einst Bob Marley, mit dem er auch zusammen auftrat.

Ein später besuchte er ein Konzert des gerade zum Star emportsteigenden Marley und erkannte in ihm seinen damaligen Freund.

Frei und unbeschwert, gefühlsbetont und dynamisch präsentierte sich das Duo an jenem Abend. Durch die spürbare Freude an der Musik und nicht zuletzt durch die Spontaneität
der Mundharmonika, deren Klange manchmal an Stevie Wonder erinnerten, schwappte die Begeisterung bald auf die Zuhörer über. "Das Gefühl leitet meine Gitarre", sagt Guy Roel. Manchmal scheint es sogar, als sein Instrument mit ihm verwachsen. Auf die Frage, wie lange er wohl an diesem Abend spiele, antworte er: "We'll play until we die.".

Gerade dieser Satz lässt erahnen, wie sehr sich der Musik verbunden fühlt.


Badische Zeitung '97